Schwangerschaft und Familienplanung :

Herzlichen Glückwunsch - wir werden uns bemühen, alles medizinisch Mögliche zu tun, damit Ihre Schwangerschaft so angenehm wie möglich verläuft und Ihr Baby sich gesund entwickeln kann.

 

Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Punkte der Schwangerschaftsbetreuung zusammengestellt - die Leistungen entsprechend den Mutterschaftsrichtlinien, wie auch die weiteren individuell sinnvollen oder empfehlenswerten Zusatzleistungen

 

Nützliche Links:


Schwangerschaftskalender
Mutterschutzgesetz

Diagnostik

Sie möchten wissen, ob Ihr Kind gesund zur Welt kommt. Dafür gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden. Basis aller Untersuchungen ist der Ultraschall, mit dem ein Großteil aller kindlicher Fehlbildungen zu erkennen ist.

Erstuntersuchung

Zunächst wird Ihnen mittels einer vaginalen Ultraschalluntersuchung die frühe Schwangerschaft im Bild demonstriert. Hierbei kann man bereits das Schwangerschaftsalter festlegen. Desweiteren sieht man, ob es sich um ein oder mehrere Kinder handelt.

  • Körpergewicht
  • Blutdruckmessung
  • Blutabnahme (Antikörper Suchtest, Rötelnschutzüberprüfung, Lues-Suchreaktion, Blutgruppenbestimmung, Bluteisenwert, Toxoplasmose (Cytomegalie)
  • Urinstatus
  • Krebsabstrich vom Muttermund
  • Chlamydienabstrich vom Muttermund

Ihre allgemeinen Daten und Gesundheitsdaten werden in den sogenannten Mutterpass eingetragen. Dieser ist nun Ihr ständiger Begleiter während der Schwangerschaft. In ihm werden alle Untersuchungen dokumentiert.

Es findet eine Beratung bezüglich allgemeiner Verhaltensregeln, Ernährung, Genussmittel und Sport in der Schwangerschaft statt.

Schwangerenbetreuung

Bei unauffälligem Untersuchungsbefund und Schwangerschaftsverlauf erfolgt die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung alle 4 Wochen und in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten zweiwöchentlich, so dass man auf insgesamt ca. 10-12 Untersuchungen kommt.

Jedes mal werden Gewicht, Blutdruck und Urinstatus kontrolliert. Zusätzlich werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

 

6. - 12. Schwangerschaftswoche

Ultraschalluntersuchung: Hierbei werden folgende Dinge überprüft: Lage der Schwangerschaft, Anzahl der Kinder, Ausmessen des Kindes und Festlegung des Schwangerschaftsalters, Nachweis der Herzaktion.

 

12. - 14. Schwangerschaftswoche

Ersttrimesterscreening
 

ca. 16 / 17. Schwangerschaftswoche

Gesprächs- und Untersuchungstermin mit der Hebamme bei uns in der Praxisklinik.

 

20. - 22. Schwangerschaftswoche

Organultraschall
 

ca. 24. - 27. Schwangerschaftswoche

  • Untersuchungstermin bei der Hebamme
  • Farbdoppleruntersuchung zum vorzeitigen Ausschluss einer Schwangerschaftsvergiftung
  • Zuckerbelastungstest
  • Zweiter Antikörpersuchtest (Blutabnahme)

 

ab 28. Schwangerschaftswoche

Bei jedem Termin werden nun mit Hilfe des sogenannten CTG die kindlichen Herztöne gehört und eventuelle Wehen aufgezeichnet. In der 28.-30. SSW wird falls erforderlich (wenn Ihr Rhesusfaktor der Blutgruppe negativ ist) eine Anti-D-Prophylaxe per Spritze gegeben.

 

29. - 32. Schwangerschaftswoche

Kontrolle von Wachstum und Wohlbefinden des Kindes per Ultraschall.

 

34. - 40. Schwangerschaftswoche

Zweiwöchentliche Untersuchung bei Arzt und Hebamme im Wechsel. Neben den o. g. Untersuchungen wird u. U. eine vaginale Untersuchung zur Beurteilung des Muttermundes durchgeführt. In der ca. 34. SSW. erfolgt eine weitere Blutabnahme zur Kontrolle des Hepatitis B-Status. In der 35. SSW. erfolgt ein vaginaler Abstrich zum Ausschluss bzw. Nachweis einer eventuell vorliegenden B-Streptokokkeninfektion.

 

40. - 42. Schwangerschaftswoche

Sollte Ihr Kind am Termin noch nicht geboren sein, so werden Sie alle 2 Tage von Arzt oder Hebamme gesehen. Es wird ein CTG geschrieben und mittels Ultraschall und Blutflussmessung werden Fruchtwassermenge und Durchblutung beim Kind überprüft. Eine Geburtseinleitung wird bei ausbleibendem Geburtsbeginn je nach mütterlichem und kindlichem Befinden zwischen dem 10. und 14. Tag nach errechnetem Termin in der Entbindungsklinik durchgeführt.

Vorgeburtliche Diagnostik

Heutige Untersuchungsmethoden bieten uns die Möglichkeit, in einem frühen Schwangerschaftsalter Ihr individuelles Risiko für Chromosomenstörungen und andere Fehlbildungen zu berechnen, um Sie dann gezielt beraten zu können. Eine herausragende Rolle kommt der vorgeburtliche Diagnostik durch Ultraschalluntersuchung (Sonografie) zu

Mit einem Schallkopf werden Schallwellen über die Bauchdecke oder vaginal auf die Gebärmutter und das Kind ausgesandt, die je nach Dichte des Gewebes reflektieren. Dieses Echo zeigt auf dem Bildschirm eine bildhafte, bewegte Darstellung des Kindes

Ein Ultraschall-Bild ist immer ein Querschnitt - wie eine Scheibe - durch den Körper

 

Zeitpunkte Ultraschall

 

Wird ohne spezielle Veranlassung in der Regel 3-mal pro Schwangerschaft durchgeführt.

 

Im ersten Drittel soll sie zeigen, dass der Embryo lebt und sich in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat.

 

Im zweiten Drittel (16-20. Schwangerschaftswoche) wird das genaue Alter der Schwangerschaft und die Lage des Kindes und des Mutterkuchens (Plazenta) bestimmt.

 

Im dritten Drittel (wenige Wochen vor dem Geburtstermin) werden nochmal Wachstum und Entwicklung des Kindes, Ausbildung der Organe und Körperstrukturen und seine Bewegungen kontrolliert.

 

Weitere Untersuchungsmethoden

 

Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) oder Chorionzottenbiopsie dienen dem Ausschluss chromosomaler Erkrankungen wie der Trisomie 21 (M. Down). Beide Untersuchungen sind jedoch mit einem Fehlgeburtsrisiko von 0,5-1% verbunden.

 

Während die Häufigkeit fast aller kindlichen Fehlbildungen unabhängig vom mütterlichen Alter ist, steigt das Risiko für Chromosomenstörungen (z. B. Trisomie 21) mit zunehmendem mütterlichen Alter an. Diese Tatsache hat lange Zeit dazu geführt, jeder Frau ab 35 Jahren eine Fruchtwasseruntersuchung zu empfehlen.

 

Besondere Sonographien

 

Doppler-Sonografie

Misst den Blutfluss des Kindes zum Erkennen einer eventuellen Mangelversorgung normalerweise als Routineuntersuchung überflüssig.

 

Vaginal-Ultraschall

Ultraschall-Aufnahmen werden nicht über die Bauchdecke, sondern durch die Scheide gemacht.

Aufnahmen dienen in der Frühschwangerschaft dem Erkennen einer Eileiter-Schwangerschaft oder anderer Unregelmäßigkeiten.

In der Spätschwangerschaft eignet sich diese Methode zur exakten Beurteilung des Gebärmutterhalses bei sogenannter Zervix-Insuffizienz, d. h. um festzustellen, ob sich der Gebärmutterhals verändert (das kann darauf hindeuten, dass eine Frühgeburt droht)

 

Nackendichte-Analyse

Untersuchung der Nackendichte des Embryos. Dazu sind besonders leistungsstarke Ultraschallgeräte notwendig. Kann bis zu einer Steißlänge des Embryos von 8,5 cm (13. bis 14. Schwangerschaftswoche) durchgeführt werden. Beruht auf der Erkenntnis, dass Embryos mit Trisomien (Down Syndrom, Trisomie 13 u. 18) in den meisten Fällen einen dickeren Nacken haben als andere Embryos.

Es werden die Längen der Ober- und Unterarme, Ober- und Unterschenkel, der Schädeldurchmesser, die Nackendichte und die Steißlänge gemessen und zueinander in einem Verhältnis verrechnet

Schwangerschaftmerkmale

Schwangerschaftstest

Wenn man sich für ein Kind entschieden hat und sich eine Schwangerschaft herbeisehnt, hört man ganz besonders auf erste leise und dann eventuell immer deutlichere Anzeichen einer entstandenen Schwangerschaft. Will man recht bald Gewissheit haben und nicht auf die Zeichen des Körpers warten, kann man bereits wenige Tage vor errechneten Beginn der nächsten möglichen Periode einen Bluttest bei uns in der Praxis Stefania Kilavuz machen lassen. Dort wird das ß-hCG (ein Hormon, welches bei gesunden Frauen nur in der Schwangerschaft vorkommt) bestimmt. Es gibt auch Urintests, die schon wenige Tage vor Einsetzen der nächsten Regelblutung eine Schwangerschaft nachweisen können. Dieser Schwangerschaftstest ist jedoch aufwendig und wird in der Regel in der Frauenarztpraxis durchgeführt. Heimtests, die Ergebnisse schon vor Einsetzen der Regelblutung versprechen, sind oft nicht sehr genau und sollten wiederholt werden. Sicherer ist es, einen Schwangerschaftstest erst nach Ausbleiben der Periode durchzuführen. Man sollte diesen Test Idealerweise mit dem Morgenurin durchführen, da dann die Konzentration des Hormons hCG besonders hoch ist. Sollte der Test ein negatives Ergebnis anzeigen und du dennoch eine Schwangerschaft vermutest, kann es sein, dass der Test zu früh erfolgt ist und die Konzentration des Schwangerschaftshormones noch sehr gering war. Der Schwangerschaftstest sollte dann nach drei bis vier Tagen wiederholt werden, um Sicherheit zu haben.

 

Nidationsblutung

Etwas früher als die erwartete Menstruation, etwa acht bis zehn Tage nach dem Eisprung, kann es zu einer leichten Schmierblutung, der Nidationsblutung, kommen. Zu der sehr schwachen Blutung kann es kommen, wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnistet.

 

Ausbleiben der Periode

Das erste und auch auffälligste Zeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Besonders bei Frauen, die einen regelmäßigen Zyklus haben, ist dies ein relativ sicheres erstes Zeichen. Doch wie schon beschrieben, kann auch Krankheit, Stress oder eine Reise den Beginn der Monatsblutung verschieben.

 

Spannen der Brüste

Ein Spannen der Brüste kann schon eine Woche nach Ausbleiben der Regelblutung bemerkt werden. Die Brüste sind geschwollen und die Brustwarzen können äußerst empfindlich sein.

 

Menstruationsartige Krämpfe und Ziehen im Unterleib

Menstruationsartige Krämpfe und Ziehen im Unterleib können ebenfalls wahrgenommen werden. Zu diesen Beschwerden kommt es, weil sich die wachsende Gebärmutter noch ihren Platz im Becken suchen muss und Zug auf die die Gebärmutter haltenden Mutterbänder Zug ausgeübt wird. Durch körperliche Belastung und Lageveränderung im Liegen kann das Ziehen verstärkt werden.

Die letzten beiden beschriebenen Phänomene können aber einfach auch nur ein Zeichen der sich ankündigenden Periode sein.

 

Ständige Müdigkeit

Ständige Müdigkeit ist sehr oft in der Frühschwangerschaft (bis ca. 10.-12. Schwangerschaftswoche) zu bemerken, da der der Körper sich auf die neue Hormonsituation einstellen muss.

 

Besonderen Gelüste und Abneigungen gegen bestimmte Gerüche

Die berühmte morgendliche oder gar ständige Übelkeit darf natürlich auch nicht fehlen, ebenso die besonderen Gelüste und Abneigungen gegen bestimmte Gerüche. Die Übelkeit kann schon vor dem Ausbleiben der Regelblutung bemerkt werden, tritt aber bei manchen Frauen sogar nur schwach oder gar nicht auf. Bei anderen ist sie so stark ausgeprägt, das ein Krankenhausaufenthalt nötig ist. Viele Frauen beschreiben z.B. auch eine Abneigung gegen Zigarettenqualm und hören dadurch mit dem Rauchen auf. Es scheint, dass der Körper so das Ungeborene schützen möchte.

 

Dunkelfärbung der Brustwarzenvorhöfe

Eine Dunkelfärbung der Brustwarzenvorhöfe und ein Wachsen dieser kann schon mit Ausbleiben der Regel beobachtet werden. Ebenso scheinen die Blutgefäße mehr durch die Haut und die kleinen Hautknötchen am Rande des Brustwarzenvorhofes (Montgommery-Tuberkel) vermehren und vergrößern sich.

Etwa ein bis zwei Wochen nach Ausbleiben der Regel stellt sich bei vielen Schwangeren ein vermehrter Harndrang ein. Dazu kommt es durch die Hormonlage und die wachsende Gebärmutter, die auf die Blase drückt.

Durch die veränderte Hormonsituation klagen viele Schwangere auch über Verdauungsprobleme, wie z.B. Verstopfung.

 

Kreislaufbeschwerden

Einige Frauen klagen über Schwindelgefühl und Kreislaufbeschwerden. Wegen der stärkeren Durchblutung können die Hebamme oder der Frauenarzt außerdem eine blassbläuliche Verfärbung und größere Dehnbarkeit der Scheide feststellen. Die Scheide bekommt eine samtartige Oberfläche.

 

Sichere Schwangerschaftszeichen

Von einer Schwangerschaft geht man aus, wenn ein Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis gezeigt hat, wenn der Basaltemperaturanstieg über 16 Tage fortbesteht, wenn man kindliche Herztöne mittels Hörrohr oder Ultraschall nachweisen kann, wenn man Kindsteile tasten und Kindsbewegungen spüren kann oder mit Hilfe des Ultraschalls kindliches Leben nachweißt.

Zusatzleistungen (IGEL)
und weitere Angebote rund um die Schwangerschaft

 

Wir bieten Ihnen zusätzlich „Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)” an, die über das Minimum der kassenärztlichen Leistungen hinausgehen und von Ihnen selbst getragen werden müssen. Sie sind besonders in zwei Bereichen sinnvoll und empfehlenswert: im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der Früherkennung von Krankheiten.

Vor allem in der Krebsvorsorge und der Schwangerenvorsorge können die Zusatzleistungen der modernen Medizin Ihnen deutlich mehr Sicherheit bieten. Gerne beraten wir Sie, welche Leistungen für Sie sinnvoll sein können.

 

Zusatzleistungen Vorsorge Plus

  • Regelmäßige frauenärztliche Untersuchungen bis 30. Schwangerschaftswoche in 4-wöchigen Intervallen (Blutuntersuchung, Urinuntersuchung, Gewichtskontrolle, HB-Bestimmung, abhängig vom letzten Befund)
  • Drei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft (9.-12., 19.-22. sowie 29.-32. Schwangerschaftswoche)
  • ab 30. Schwangerschaftswoche in 2-wöchigem Abstand Vorsorgeuntersuchungen plus Cardiotokogramm (CTG)

 

Sonstige Angebote rund um die Schwangerschaft

  • Akupunkturbehandlung
  • Geburtsvorbereitung

Bitte beachten sie auch die Broschüren mit unseren Angeboten rund um Schwangerschaft und Elternsein und die anderen Informationen, die in unserem Wartezimmer ausliegen.

Rufen Sie an:

+49 7541 74848

Eckenerstr. 43

88046 Friedrichshafen

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© Dr. Andreas Thurnher